Unsere Angebote für dich

Es ist uns wichtig, für Sie da zu sein, Ihnen Mut zu machen und Ihnen das Gefühl zu geben, mit Ihrem Schmerz nicht allein zu sein.

Hier finden Sie einen sicheren Raum für Austausch, Verständnis und Unterstützung.

Für wen unsere Angebote sind

Unsere Selbsthilfegruppe richtet sich an alle, die den Verlust eines Kindes, Enkels oder Geschwisters erleben mussten.

Egal, ob Sie verwaiste Eltern, Großeltern oder Geschwister sind, wir möchten für Sie da sein.

Für verwaiste Eltern

Wir verstehen Ihren Schmerz und bieten Ihnen einen Raum, wo Sie sich verstanden fühlen ohne Erklärungen

abgeben zu müssen.

Für Großeltern

Der Verlust eines Enkels ist schwer.

Hier finden Sie Trost und Gemeinschaft mit anderen, die Ähnliches durchmachen.

Für Geschwister

Auch Geschwister leiden. Wir geben Ihnen Raum, Ihre Trauer zu zeigen und sich mit anderen auszutauschen.

Wie ist Elterntrauer?

Trauer um das eigene Kind – die schwerste Form der Trauer

Es gibt Verluste im Leben, für die Worte kaum reichen.
Der Tod eines eigenen Kindes gehört dazu.

Er stellt die natürliche Ordnung auf den Kopf.
Er zerreißt Gewissheiten, nimmt Halt, verändert alles.
Nichts ist mehr so, wie es war – und nichts wird je wieder so sein.

Diese Trauer ist tief, existenziell und allumfassend.
Sie betrifft nicht nur den Moment des Verlustes,
sondern auch all das, was hätte kommen sollen:
gemeinsame Wege gehen

Gespräche, Zukunft und Leben.

Eltern trauern nicht nur um ihr Kind.
Sie trauern um Erinnerungen –
und um all das, was nie entstehen durfte.

Der Schmerz kann überwältigend sein.
Er kommt in Wellen, in stillen Momenten,
in Erinnerungen, in scheinbar alltäglichen Situationen.
Er kennt keine feste Zeit, keinen klaren Verlauf.

Und doch ist diese Trauer auch Ausdruck von etwas Größerem:
von unendlicher Liebe.
Denn wo so tief getrauert wird,
war die Verbindung ebenso tief.

Es gibt keinen „richtigen“ Weg zu trauern.
Kein Ziel, das erreicht werden muss.
Nur ein Weitergehen – Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug.

Manche Tage sind kaum auszuhalten.
Andere tragen ein kleines bisschen Licht.
Und manchmal entsteht, ganz leise,
zwischen all dem Schmerz ein Gefühl von Verbundenheit,
das bleibt.

Das Kind geht nicht aus dem Leben der Eltern.
Es verändert nur seinen Platz.

Es lebt weiter in Erinnerungen in Liebe, im Herzen.

 Wie ist Geschwistertrauer?

Geschwistertrauer ist eine Form von Trauer , die oft unterschätzt wird.

Geschwistertrauer geht sehr tief.

Wenn ein Geschwisterteil stirbt, verliert man nicht nur einen Menschen, sondern auch:

  • einen Teil der eigenen Kindheit

  • gemeinsame Erinnerungen und Erlebnisse

  • einen Wegbegleiter für das ganze Leben

  • jemanden, der die eigene Familie und Herkunft genauso kennt.

Geschwister haben oft eine ganz besondere Verbindung.

Sie wachsen zusammen auf, teilen Geheimnisse, Streit, Nähe und Entwicklung.

Deshalb kann der Verlust sich anfühlen wie:

  • ein Stück von sich selbst fehlt

  • die eigene Geschichte ist plötzlich unvollständig

  • die Zukunft hat eine Lücke.

Viele Betroffene erleben zusätzlich:

  • dass ihre Trauer weniger gesehen wird, als die der Eltern

  • dass sie " funktionieren"

  • dass sie zwischen ihrer eigenen Trauer und Sorge um die Eltern stehen.

  • Geschwistertrauer ist individuell.

  • Sie kann leise oder sehr intensiv sein.

  • Sie kann sich in Wellen zeigen,

  • manchmal aber auch erst Jahre später.

Was sie besonders macht:

Sie ist oft eine Mischung aus Liebe, Verbundenheit, Erinnerungen

und einer tiefen Sehnsucht.

Wie ist  Großelterntrauer?

 

Großelterntrauer – eine stille, doppelte Trauer

Wenn ein Enkelkind geht, verliert ein Großelternteil nicht nur ein geliebtes Kindeskind –
sondern auch ein Stück Zukunft, ein Lachen, das noch hätte wachsen dürfen,
und all die kleinen und großen Momente, die nie gelebt werden konnten.

Großeltern trauern anders – und doch genauso tief.
Ihre Trauer ist oft stiller, zurückhaltender.
Sie stehen neben ihren eigenen Kindern, die ihr Kind verloren haben,
tragen mit, halten aus, sind da –
und stellen ihre eigene Trauer nicht selten hinten an.

Doch das Herz eines Großelternteils kennt keine „zweite Reihe“.
Die Liebe zu einem Enkelkind ist unmittelbar, innig und voller Wärme.
Und wenn dieses Kind fehlt, entsteht eine Lücke,
die nicht erklärt werden muss – sondern gefühlt wird.

Großeltern trauern doppelt:
  - um ihr Enkelkind
  - und um das Leid ihres eigenen Kindes.

  • Sie möchten trösten – und sind selbst untröstlich.

  • Sie möchten stark sein – und zerbrechen leise in sich

  • Sie möchten Worte finden – und finden oft nur Stille.

In ihrer Trauer liegt eine besondere Form von Liebe:

  • Eine, die hält, auch wenn sie selbst Halt braucht.
  • Eine, die weitergibt, was kaum zu tragen ist.

Großelterntrauer braucht Raum.

  • Raum für Erinnerungen, für Tränen, für das Unsagbare.
  • Raum für die Gewissheit:
  • Auch ihre Trauer ist wahr.
  • Auch ihre Liebe bleibt.

Wir verstehen Sie

Da wir selbst betroffene Mütter sind, wissen wir, wie es Ihnen geht und können uns gut in Sie hineinversetzen.

Wir unterstützen Sie und stehen Ihnen mit

Empathie und Wärme zur Seite.

Ein Kind, Enkel oder Geschwisterkind zu verlieren

ist ganz klar erschwerte Trauer.

Wir können Ihnen keinen Therapeuten ersetzen, aber wir können als Selbstbetroffene Ihren Weg gemeinsam mit Ihnen gehen,

Sie ein Stück begleiten, wenn sie das möchten.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung

Was Sie bei uns erwartet

Bei "Bin im Raum Nebenan"

finden Sie einen geschützten Rahmen

für Ihre

  • Tränen,
  • Wut,
  • Liebe
  • und Erinnerungen.

Wir bieten dir Austausch auf Augenhöhe und absolute Schweigepflicht.

Hier darfst du schweigen, weinen, wütend sein – und vielleicht irgendwann auch wieder ein kleines Lächeln finden.

Warum "Bin im Raum Nebenan"?

Weil unsere Kinder, Enkel, Geschwisterkinder nicht weg sind ,

sondern sich im " Raum nebenan " befinden

und immer bei uns sind.

"Ich bin doch nur in den Raum nebenan gegangen"

"Ich bin ich und du bist du"

Das, was wir füreinander waren, das bleiben wir.

Warum sollte ich nicht mehr in deiner Nähe sein,

nur weil du mich nicht sehen kannst?

Gib mir deinen Namen, den du mir immer gabst.

Sprich mit mir, so wir du es immer getan hast.

Lach über das, worüber wir gemeinsam lachten.

(Henry Scott Holland)

Trauerrituale

Es gibt kein richtig oder falsch in der Trauer.

Nur Wege, die sich für dein Herz richtig und stimmig anfühlen.

Rituale können Halt geben, leise Verbindung schaffen und einen Ort für all das sein, was oft keine Worte hat.

Hier sind liebevolle einfühlsame Trauerrituale für unsere Kinder, Enkelkinder und Geschwister.

Das Kerzenritual

Das Licht das bleibt

Zünde eine Kerze an- jeden Tag,

einmal die Woche oder an besonderen Tagen.

Vielleicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Sprich dabei leise den Namen deines Kindes, Enkels oder Geschwisters.

Du kannst auch ganz still bleiben und spüren.

Dieses Licht sagt:

Du bist nicht weg, du bist da -

nur anders.

Der Himmelsbriefkasten

Schreibe Briefe- alles, was noch gesagt werden möchte.

Liebe, Wut, Erinnerung.

Du kannst sie:

  • in eine schöne Box legen
  • verbrennen (als Zeichen des Loslassens)
  • oder an einen besonderen Ort bringen.
  • Ein stiller Dialog, der weiterlebt.

Ein Erinnerungsort in der Natur

Dort kannst du hingehen, sitzen, sprechen, schweigen.

Vielleicht einen sein ablegen oder eine Blume mitbringen.

Die Natur trägt oft das, was wir selbst kaum halten können.

Ein Himmelsgruß

Zu besonderen Tagen:

Geburtstag, Jahrestag...

Schicke einen Gruß in den Himmel.

Einen Luftballon, eine Laterne oder einfach Gedanken.